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Junge Impulse in der D-CZ Region
TEILPROJEKTE workshops & trainings
Film Gates, 06.11.-12.11.2006
Grenzenlos frei- Grenzenlos vereint?
Am Morgen des 9. Novembers trafen sich die sechs Workshopteilnehmer-Innen
(Sarka Bambasova, Lukas Filip, Ondra Slownik, Eva Merz, Patrizia
Heinzl und Katharina Blaim) gemeinsam mit dem Workshopleiter
Sebastian Prittwitz in der Universität Passau, um gemeinsam
einen Kurzfilm zu realisieren, der 2 Tage später, bei
der Preisverleihung des Filmfests dem anwesenden Publikum
präsentiert wurde. Die TeilnehmerInnen waren sich gegenseitig
bereits bekannt, wodurch eine Vorstellungsrunde unnötig
wurde. Bevor man sich dem Thema und der Ausarbeitung widmete
wurde in der Gruppe die offizielle Workshopsprache
festgelegt. Die deutschen Teilnehmerinnen boten der Gleichberechtigung
wegen den TschechInnen das Englisch, auch des europäischen
Gedanken wegen an. Zunächst einigte sich die Gruppe auf
Deutsch zu kommunizieren, jedoch stellte sich in den zwei
Tagen heraus, dass es zu einem interessanten Mix aus Deutsch
hin zu immer mehr Englisch kam, was der Gesamtkommunikation
doch zuträglicher war.
Alsbald stürzte man sich auf die nicht einfache Themenstellung
Grenzenlos frei- grenzenlos vereint? . Um nicht
einen reinen technischen Videoworkshop zu veranstalten, konzentrierte
sich die Gruppe den gesamten Freitag in einem sehr intensiven
und umfangreichen
Brainstorming auf die Begriffe FREIHEIT und GRENZE,
was zu einer fruchtbaren Diskussion führte. Die anfangs
gedachte Orientierung auf das Thema der Gruppe,
Ihre eigenen persönlichen Grenzen, und vor allem die
Grenzen im europäischen Gedanken auch als filmisches
Thema umzusetzen, verlor sich in der kreativen Arbeit und
ihrer weiteren Auslegung zu den
Begriffen. Es wurden zahllose Assoziationen der Teilnehmer
gesammelt, Begriffe, Bilder und Stimmungen die zunächst
wahllos und frei
aufgeschrieben wurden.
Zum Abend hin grenzte man 12 Begriffe, die sich
sehr stark heraus kristallisierten ein, und die Gruppe wurde
in vier zweier Gruppen geteilt, jeweils ein/e deutsche/r,
ein/e tschechische/r Teilnehmer/in, und sie sollten mit den
gefunden Begriffen kreativ umgehen und eigene Geschichten
entwerfen.
Diese spannende Entwicklung führte, nachdem alle ihre
Ideen vor der Gruppe präsentierten, zu einer Verschmelzung
und Konkretisierung der Ideen und auch der filmgenrespezifischen
Vorstellungen der Leute. Alle waren sich einig, experimentell
und mit unkonventionellen filmischen Mitteln zu arbeiten.
Bis zum späten Abend war eine formal sehr strenge, der
Zeit entsprechend fix ausgearbeitete Geschichte geboren, die
in einem visuellen Storyboard
aufgezeichnet wurde, um den geplanten Dreh am nächsten
Tag konkret vorzubereiten und einschätzen zu können.
Bereits hier wurde visuelle Vorstellungskraft, perspektivisches
Denken und Geschichten erzählen in Bildern ( Was ist
wichtig?) geübt und vermittelt.
Am Samstag wurden die gezeichneten Bilder in der Innenstadt
filmisch umgesetzt. Jeder Teilnehmer übernahm bei unterschiedlichen
Szenen unterschiedliche Kompetenzen. So wechselten sich alle
bei Regie und Kamera ab. Es wurde versucht Kamera- sowie Inszenatorische
Techniken zu vermitteln und anzuwenden. Am Sonntag wurde die
restliche Energie genutzt um die Bilder zu sichten und im
Schnitt umzusetzen. Am Schneidecomputer ging Sebastian Prittwitz
näher auf Schnittprobleme,
Tricks und Umsetzung ein und versuchte an den konkreten Beispielen
ein Gespür für Filmschnitt zu entwickeln. Sehr zuträglich
war hierfür das Storyboard, dass die bildliche Ordnung
und Geschichte, wie man sie gefilmt hatte vorgab, und es am
Schnittplatz erleichterte der Aufführung am Abend wegen
zügig und effizient zu arbeiten.
Der Film wurde am Abend erfolgreich präsentiert. Abschließend
kann man feststellen, dass alle Teilnehmer einen sehr lehrreichen
Einblick in einen
komplexen Prozess bekommen haben, dank des zeitlichen Drucks
konnte man von der Idee bis zur Fertigstellung, in kleinem
Rahmen alle wichtigen Ereignisse bei der Entstehung eines
Films verfolgen, inklusive der Zeitintensivität und auch
Anstrengung die dabei von Nöten ist.
Gruppendynamisch fiel auf, dass trotz gemischter Gruppenarbeit
und Integration aller die Ländergruppen in
der Kürze der Zeit in Pausen eher unter sich blieben,
was hauptsächlich sprachliche Ursachen haben dürfte,
da sich die TeilnehmerInnen untereinander durchwegs sympathisch
gegenüberstanden. Die Gruppe hält weiterhin über
das Internet Kontakt.
Den Film kann man noch einige Zeit unter der URL:
http://mma05.at/students/prittwitz/Weissheit_Master.mpg
Referenten:
Prof. Dr. Krah, Universität Passau
Sebastian Prittwitz (Filmemacher)
Kooperationspartner:

Internationales Filmfestival Passau, DUHA CZ
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