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ZeitSchneise - WaldSchneise
- in Bewegung
Rat der Zeit, Vollmond, Zeitlinie,
Winterschlaf, nachtaktiv, Jahresring
Die Natur hat ihre eigenen Zeitformen und Zeitgestalten. Von
Urzeit zur Uhrzeit vergeht die Zeit und bleibt: rhythmisch,
zyklisch, unwiederbringlich. Die Zeit ist in uns - wir sind
in der Zeit. Wir erfahren sie durch unseren Atem, unseren
Herzschlag, wachend und schlafend, erinnernd und voraus den-kend,
als schöpferischen Augenblick oder Langeweile - unser
Leben lang: LebensZeit.
Zeit nehmen wir wahr durch Veränderung und Bewegung -
Wachstum und Altern.
 
In diesem Workcamp werden natürliche Zeitabläufe
künstlerisch erforscht. Der erlebten Zeit ein ge-stalterisches
"Gesicht" geben. Mit der Zeit künstlerisch
arbeiten heißt, dem Prozess selbst, der Veränderung
und Vergänglichkeit besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Wir nutzen Zeitabläufe für die künstlerische
Gestaltung, erforschen natürliche Zeitbewegungen. Dabei
arbeiten wir mit Materialien, die sich in kurzen Zeiträumen
verändern: Blätter die verwelken, Erde die trocknet,
morsches Holz,
aber auch mit Zeichnungen und Bildern.
Diese Arbeiten setzen wir den Naturprozessen aus. Vollendet
sie die Zeit oder zerstört sie die Werke?
Erarbeitet werden Schattenwanderungen und Windzeichnungen.
Zeitabläufe werden durch Kunst sichtbar, welche wir mit
der Videokamera aufzeichnen.  
MOMENTAUFNAHMEN - ZEITGEFÜHL
Wir werden mit unterschiedlichen Zeitbedingungen künstlerisch
experimentieren.
- Dämmerungsskulptur oder Mitternachtskunst: Zu unterschiedlichen
Zeiten am gleichen Ort er-arbeiten wird uns die Qualität
von Tageszeiten und machen sie uns bewusst.
- Sekundenwerk und Stundenblatt: Wir arbeiten in festgelegten
Zeiträumen und nehmen wahr, wie wir diese erleben und
was in ihnen entsteht.
- In der Gruppe arbeiten wir gleichzeitig, nacheinander oder
periodisch: Vom Beginn eines Werkes hin zu seinem Höhepunkt
und weiter bis zu seinem Verschwinden.
Dieses künstlerische Aufgreifen macht "Zeit"
quantitativ und qualitativ erlebbar und führt zu einem
bewussteren Umgang mit ihr. Man braucht keine Vorkenntnisse,
nur die Bereitschaft sich auf die Na-tur und den künstlerischen
Prozess einzulassen.
 
 
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