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"grenzenlose
BLUES - CONNECTIONS"
Musikworkcamp
vom 31. Mai - 13. Juni 2004
Freilichtmuseum Finsterau am Nationalpark Bayerischer Wald
Das Projekt "junge impulse der Grenzregion
D-CZ" versucht Menschen zu vernetzen denen es wichtig
ist, Räume für Begegnung zu schaffen, innovativ-künstlerische
Weiterentwicklung durch Erfahrungsaustausch zu ermöglichen
und neue Formen kultureller Bildungsangebote zu entwickeln.
 
Der Musikpädagoge Christian Balboo Bojko aus Spiegelau
im Bayerischen Wald arbeitet seit Jahren an diesem Ziel. Er
kennt seine Heimat, den Wald und seine Menschen und damit
auch die ganz besondere Stimmung, die diese Region auszeichnet.
Diese (Heimat-)Gefühle versucht er im Projekt "Blues
- Zeitschneisenkompositionen" mit den Camp-Teilnehmern
zusammen in Musik zu verwandeln.
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Er trägt mit dem Vorhaben dazu bei, dass die Vision
und der Appell des damaligen Kultusministers
Dr. Hans Zehetmaier zur Förderung der professionellen,
zeitgenössischen Musik im Passauer Raum nicht vergessen
wird. Mit dem Projekt soll ein Start zum Aufbau eines nachhaltig
wirkenden Images gemacht werden, welches die Bedeutung der
Grenzregion zu Österreich und Tschechien langfristig
im internationalen Kontext erhöht. Für die Teilnehmer/innen
als auch für die Zuschauer schafft er neue Zugänge
zu einer gemeinsamen Region und zu sich selbst.
 
Als musikalischer Leiter hat Balboo Bojko für das Musik-Workprojekt
"Zeitschneisenkompositionen" ein künstlerisches
Konzept erarbeitet, auf dessen Grundlage er im Team von jungen
Musikern aus verschiedenen europäischen Ländern
eine hochqualitative Blues-Interpretation erarbeiten will:
Das besondere am Blues ist seit Jeher, dass er immer ohne
jegliche Anklage, kommentarlos und direkt war. Eine Art Situationswiedergabe.
In seinen Liedern und Gesängen war Hoffnung zu spüren:
Hoffnung auf eine Zeit, einen Moment, in dem es besser sein
wird. Eine gleichzeitige Erinnerung an Momente, in denen es
gut war. Glücksmomente des Lebens.
Bis heute nimmt der Blues seinen Lauf. Unbeeindruckt von irgendwelcher
anderen populären Musik. Denn er weiß, und alle
die ihn spielen ebenfalls, dass der Blues die Wiege von fast
aller Musik war, die nach ihm folgten.

hier gehts zum Freilichtmuseum Finsterau...
Sei es jetzt die frühe Rock´n´Roll Musik,
Heavy Metal, Rap oder v.a. der Jazz.
Und genau durch letzteren ist Tschechien bekannt geworden
in der Welt. Wie ein Wahrzeichen, so hat sich der tschechische
Jazz renommiert.
Die swingende Musik begegnet einen auf Schritt und Tritt.
Ob man auf dem Altstädter Ring in Prag von einer Big
Band überrascht wird oder auf der Karlsbrücke eine
Dixieland-Band die flanierenden Spaziergänger erfreut,
ein einsamer Saxophonist in der Einkaufsmeile Na Poikopi für
Stimmung sorgt oder ob man auf dem Jazzboat abends die Moldau
auf und ab fährt, der Jazz ist immer dabei.
Im Rahmen des Projektes "Zeitschneise der Region"
wird eine Verbindungs-Schneise zwischen der Vergangenheit
und der Gegenwart versucht.
Das Music-Work-Camp an der D-CZ Grenzregion im Freilichtmuseum
Finsterau will aber noch mehr:
Blues ist ein Lebensgefühl, er erzählt von Einsamkeit,
Hoffnung, Zufriedenheit, Genügsamkeit und spiegelt dabei
den klischeehaften Menschenschlag der Bewohner des Bayerischen
Waldes wieder.
Man könnte also durch den Blues tatsächlich Parallelen
zweier Staaten finden. Im Projekt "Zeitschneisenkompositionen"
wird genau dies geschehen: Ein Brückenschlag zwischen
Menschen wird wiedergefunden - eine Zeitschneise eingeschlagen
Methodik
Die Methodik des Musik-Workcamps ist es, über den inhaltlich-künstlerischen
Schwerpunkt hinweg - Verknüpfungen zu schaffen:
Einerseits werden junge Menschen, respektive StudentInnen
und KünstlerInnen zusammentreffen und neue Entwicklungen,
Tendenzen junger Musik diskutieren und entwickeln.
"Zeitschneisenkompositionen" will ausserdem ein
interdisziplinäres Symposium sein. Viele Phänomene
der Jungen Musik, Jungen Kunst lassen sich mittels Inhalten
anderer Fachrichtungen erklären. Somit kann und muss
die Methodik der bisherigen Musikwissenschaft im Rahmen des
Projekts erweitert werden. Weitere Richtungen, wie zum Beispiel
die Philosophie, Kunst und Kulturwissenschaft, aber auch Informatik,
Betriebswirtschaftslehre werden in den Entwicklungsprozess
miteinbezogen.
Andererseits wird versucht, eine temporäre Verknüpfung
herzustellen, indem vor und nach den einzelnen Workcamp-Zeiträumen
"Zwischenzeiten" geschaffen werden, in denen die
Diskussion über und die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer
Musik, insbesondere Blues, vorbereitet bzw. weitergeführt
werden kann. Ausserdem wird durch die rein räumliche
Entfernung der Herkunftsorte der TeilnehmerInnen eine Art
internationalen Netzwerkes geschaffen, welches im Bayerischen
Wald seinen Knotenpunkt erhält. 
Künstlerische Zielsetzung
Das Projekt begreift sich als Forum innerhalb eines Schaffensprozesses,
welches Impulse für die weitere wissenschaftliche und
künstlerische Beschäftigung mit zeitgenössischer
Musik setzen möchte. Zum einen erhoffen wir uns Impulse
für die Inhalte der eigenen Bildungsangebote im Bereich
Musik. Daneben wollen wir aber auch völlig unverkrampft,
abseits der großen offiziellen Lehre an Musikhochschulen
und Musikinstitutionen, aufzeigen, wie unterschiedlich die
methodischen Ansätze am wissenschaftlichen Sujet im Musikbereich
sein können und am Beispiel des Blues untersuchen, ob
innerhalb einer interregionalen Vernetzung auch eine interkulturelle
- eine intermusikalische stattfindet.
FRAGEN & ANTWORTEN:
Hallo Andi,
vielen Dank für das Formular.
In welchem Rahmen liegt denn immer so das Alter der Teilnehmer?
Sind das eher Studenten?. Und wie gut muss man sein, um da
zu spielen? Oder ich stelle mir das zu kompliziert vor?! Probt
man hauptsächlich? Und was macht man sonst so? Ich kann
mir unter der Beschreibung auf der Homepage nicht "so"
viel vorstellen (Diskussionen und so...). Sind ein paar viel
Fragen, aber das wäre wichtig für mich zu wissen.
Nicht, dass ich da nachher sitze und nichts kapier. Danke.
Viele Grüße
Julia
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Hallo julia,
Keine frage... Das ist wichtig zu wissen - ich glaube aber
auch kein problem! Die teilnehmer/innen sind momentan so zwischen
18 und 25 jahre alt... Musikprojekte verbinden, so dass es
prinzipiell völlig egal sein wird, wie alt jemand ist...
Genauso, auch woher man kommt.. Ich glaube, dass das Projekt
deswegen so interessant wird, weil sich so unterschiedliche
Menschen treffen und sich in der Musik wiederbegegnen.
Hauptsächlich sind es Teilnehmer, die einfach Spass
an der Musik haben. Die teilnehmer/innen kommen aus unterschiedlichen
europäischen ländern - vorwiegend aus deutschland,
tschechien und österreich. Das werden alles Schüler
und Studenten sein.
Wir haben keine vorgeschriebenen Musikprobezeiten... Wir
werden gemeinsam entscheiden, wann und wo geprobt wird. Wir
werden bestimmt nicht die ganze Zeit im Museum sitzen und
irgendwelche Noten nachspielen ;-) Natürlich wird unser
Musikpädagoge Balboo da schon das seine dazutun. Er ist
auch Waldführer im Nationalpark Bayerischer Wald... Also
Inspirationsmöglichkeiten gibts bestimmt genug
und freie Zeiten zwischendurch natürlich auch!
Ausserdem sind am Ende der zwei Wochen Ausflüge geplant
nach Freyung, Passau, Schärding (Österreich), in
der Wald-Bahn von Bayerisch-Eisenstein nach Spiegelau, wo
dann auch kleine Aufführungen stattfinden. Die Vorbereitung
dieser Gigs wird auch von der Gruppe selbst gestaltet.
Also kompliziert wirds sicher nicht - nur spannend
für jeden! Denn Musik und vor allem BLUES hat unserer
Erfahrung nach Jeder in sich... Ob man jetzt ein Instrument
gut beherrscht oder nicht...
Darf ich Deine Frage auch online stellen? Ich glaube nämlich,
dass sich noch mehr solche Gedanken machen... Viele Grüße
und bis bald! Andi
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