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Int.
Kunstsymposium mobil mural
"TIME OUT"
vom 09. - 24.
Juli 2004
wildLAND-Atelier Breitenberg am Dreiländereck D-CZ-A

United Scene Group organisierte zweiwöchiges Kunstsymposium
im Atelier Wildland
Breitenberg (wak). Treffpunkt für junge Künstler
war für zwei Wochen das Kunstsymposium mobil mural
im Atelier Wildland, welches unter der Schirmherrschaft der
UNESCO stand.
Andreas Dittlmann von der United Scene Group Niederbayern
(USG) hat im Rahmen der Projektreihe junge Impulse für
die Region rund 20 Künstler eingeladen, die das
Thema Timetraveller visuell bearbeiteten. Begonnen
wurde am Tag der Kunstnacht mit der Hängung eines Mural-Gemäldes
am kleinen Exerzierplatz in Passau. Im Kulturmodell gab es
einführende Vorträge zu hören, u.a. von Klaus
Klinger, welcher als Gründer der Mobil-Mural-Bewegung
aus Düsseldorf angereist war.
 
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Schirmherrin ist die UNESCO
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In Breitenberg entstand daraufhin ein 10 x 8 Meter großes
Gemeinschaftsgemälde, das jetzt an einer beleuchteten
Häuserfassade im Prager Geschäfts- und Einkaufsviertel
Sníchov, direkt am Strakov-Tunnel, bis Mitte September
von Pragern und Touristen bewundert werden kann. Das farbenfrohe
Gemälde symbolisiert ein sich dahin schlängelndes
Band von Ereignissen, die der Mensch kraft seines Bewusstseins
und seiner Emotionen miteinander verbindet und in Beziehung
setzt. Mit Mila Rothová vom tschechischen Jugendring
DUHA ist es gelungen, diesen belebten Ort in Prag
für diese Ausstellung zu gewinnen und die Prager U-Bahn-Gesellschaft
als Eigentümerin der Gebäudefassade von der Idee
zu überzeugen. Die über 80-Jährige zeigt sie
sich sehr angetan vom Thema und vom Visualisierungsergebnis:
Ich habe lange Jahre in Deutschland gelebt und verbinde
sehr viel mit einer europäischen Idee. Gemeinsame Erinnerungen
und Erfahrungen sind für mich die Basis für mein
Engagement, wenn es um grenzüberschreitende Projekte
junger Menschen geht. Jop Arsianto war als erfahrener
Mural-Artist künstlerischer Leiter beim Projekt. Er kommt
ursprünglich aus Indonesien und lebt heute im Bayerischen
Wald. Mit viel Fingerspitzengefühl gab er seine persönliche
Wahrnehmung zum Thema Zeit, Grenzen und Freundschaften in
die Gruppe. Er ließ sich Zeit dabei, erzählte mit
ruhigen Worten und motivierte gleichzeitig mit seiner freundlichen
Art. Anfangs war es für einige Teilnehmer etwas
zu langsam, zu ungewöhnlich. Alle wussten ja wie viel
Zeit wir haben, meint er lächelnd. Nun ja,
zwei Wochen für ein so großes Gemälde ist
nicht viel, meint Olca Vokalová, Grafikerin aus
Prag und als Teilnehmerin beim Symposium dabei. Nach
einer Woche hatte ich plötzlich eine andere Zeitwahrnehmung
und nahm alles viel gelassener. Die Abgeschiedenheit und Ruhe
in Breitenberg tut gut. Ich denke über Vieles intensiver
nach als zu Hause. Arsianto hat nicht nur über
Zeit gesprochen, sondern den Teilnehmern ermöglicht,
sie innerhalb von wenigen Tagen unterschiedlich erleben zu
lassen.
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Junge Künstler schlagen Zeitschneise
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Genau dies war auch die Idee des Initiators Andreas Dittlmann:
Grundgedanke war, durch die Begegnung junger Künstler
aus alten und neuen europäischen Staaten eine Art Zeitschneise
zu schlagen. Die Gedanken und Gefühle der Teilnehmer
flossen in den künstlerischen Arbeitsprozess ein.
Im Oktober kommt das überdimensionale Gemälde wieder
zurück nach Bayern und lädt am Grenzbahnhof in Bayerisch-Eisenstein
zum Nachdenken ein. Das Kunstsymposium wurde gefördert
durch den Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, die tschechische
Regierung, die EU-Gemeinschaftsinitiative Interreg III A (EFRE)
und die Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern. Kooperationspartner
waren der Berufsverband Bildender Künstler BBK Niederbayern,
der Verein Farbfieber e.V. aus Düsseldorf, der Service
Civil International, die UNESCO Deutschland, der Jugendverband
DUHA Tschechien und das Atelier Wildland.
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