USG e.V.



aus der geschichte der USG
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"UmweltSchutzGesellschaft". Eine kleine Gruppe von Waldkirchener Kindern hatte sich im Jahr 1988 zusammengefunden um sich für den Umweltschutz in der Region einzusetzen. Irgendwann entdeckte diese Gruppe den Übergang von der Umwelt zur Kultur.

Parties, Feste und kleine Veranstaltungen waren der Beginn einer neuen Zielsetzung. Man wollte damals die Initialen USG behalten. So wurde einfach aus Umweltschutzgesellschaft die "United Sceneculture Group".

1996 hatten 10 junge USGler die Idee für das 1997 stattfindende 25jährige Stadtjubiläum von Waldkirchen eine Party für Jugendliche zu organisieren. Am 12. Juli 97 fand mit Unterstützung vieler Vereine, Firmen und Waldkirchener Bürgern das 1. Woodchurch-Festival statt. Fast 4000 Besucher konnten wir an diesem Tag im Waldkirchener Herzen zählen... Theateraufführungen, musikalische Darbietungen, Tanzeinlagen und das abendliche OpenAir auf der Stadtplatzbühne haben Woodchurch und die USG eigentlich weithin bekanntgemacht.

Irgendwie hatte sich damals was bewegt... In der Vorbereitungszeit von Woodchurch wurde sehr viel Energie bei allen möglichen Vereinen und Institutionen freigesetzt. Die Jugendarbeit der Region ist aufgeblüht.

Auf Initiative der USG hin wurden überall im Landkreis die Jugendforen eingeführt und schon im Herbst 97 fand der 1. Woodchurch Skater Contest in der Karolihalle statt, der sich seither jährlich wiederholt hat. Aufgrund verschiedener Unstimmigkeiten mit dem Jugendforum Waldkirchen in deren inhaltlichen Arbeit löste sich die anfängliche starke Verbindung der USG von diesem Gremium, welches sich vom geplanten politischen Mitbestimmungsorgan der Stadt zum Veranstaltungsorganisator entwickelte.

Erst 1999 erwachte der USG-Jugendkulturverband vom Dornröschenschlaf. In einer "Besprechung unter Freunden" visionierte man eines Abends von einer zweiten Auflage des Woodchurch-Festivals. In monatig langen Planung wuchs die Idee eines Kulturtages schnell zu mehreren Tagen an und endete schließlich bei dem Ziel das gesamte Jahr 2000 zu den "festspielen WOODCHURCH" zu erklären. Es sollten kleine festspiele entstehen, wobei das wichtigste dabei die Arbeit im Team unter Jugendlichen war.

Unglaublich, welche Ideen wir hatten! Fast 30 Veranstaltungen standen plötzlich im Kalender. Nicht nur in Waldkirchen, sondern im gesamten Landkreis Freyung-Grafenau sollten kulturelle Angebote und Projekte stattfinden. Alles vereint im Gesamtprojekt der festspiele WOODCHURCH 2000. Die Idee ging teilweise auf: Wir konnten einige Partner überzeugen von den Vorteilen des Vorhabens: Wenn die gesamte Region an einem Strang ziehen würde, sich Vereine und Verbände vereinigen und gemeinsam ein Projekt bezuschussen lassen, würde man sich leichter tun an Sponsoren und öffentliche Mittel heranzukommen... Leider war sich unser Verband nicht der vielen Arbeit bewusst, die da auf die USG zukam...

 Veranstaltungen koordinieren, Sponsorenaquise und PR-Arbeit waren bald zuviel für unser ehrenamtliches Team. Die Silvesterveranstaltungen in Waldkirchen, Freyung und Grafenau waren mit insgesamt 8000 Besuchern ein voller Erfolg der drei Städte. Die Internet-Lifeschaltung funktionierte dabei nicht immer, war für dieses Pilotprojekt aber ein guter Start in den Bereich MultiMediaART unseres Teams. Ebenfalls eine gut besuchte Veranstaltung war die Auszugsparty im Freyunger Langstadl. Rund 1000 junge Gäste feierten den Auszug aus der Realschule in den Fasching...

Durch die zunehmende Arbeitsbelastung gabs dann im Februar einen Tiefschlag im Team. Die damalige Vorstandsvorsitzende trat, gemeinsam mit ihrem Stellvertreter aus der USG aus. So konnte es nicht weitergehen. Man war sich im verbliebenen Team bewusst, dass ein solch überproportioniertes Kulturprojekt in dieser Form keine Zukunft haben konnte.

Am 1. April begann Andreas Dittlmann in der vom Landratsamt zur Verfügung gestellten Koordinierungsstelle für Projekte kultureller Bildung, als Geschäftsführer der USG, die Schieflage im Team und das fehlerhafte Gesamtkonzept zu beseitigen. In vielen Gesprächen mit Partnern, den Städten, Sponsoren... einigte man sich Ende April, eine öffentliche Diskussion über WOODCHURCH in Gang zu setzen und den Projektnamen neu auszuschreiben. Der bisherige Projektname "festspiele WOODCHURCH 2000" war in Kritik geraten, da sich vor allem die Nachbarstadte mit dieser "Schein-Übersetzung" von Waldkirchen nicht oder zumindest schwer identifizieren konnten.

Eröffnet wurde die Jury-Sitzung von Herrn Marc O. Wachter von der Haring-the service company. Er ubermittelte die Grussworte im Namen von Karl-Heinz Haring als Vorsitzender von PRO-Grafenau und Hausherr der K3 - Haring Akademie in Grafenau. Die Begrüßung von Andreas Dittlmann knüpfte an die 3Ks an, und erganzte sie um ein viertes: Kooperation. Nur durch die Zusammenarbeit konne das Vorhaben "festspiele WOODCHURCH 2000" verwirklicht werden. Viele Beispiele zeigen die Vorteile dieses Kooperations-Projekts. Eine Vorstellrunde deckte auf, wer alles gekommen war: Marc O. Wachter (Marketing Haring - the service company, PRO Grafenau), Christoph Burger von der AGENDA 21 Waldk. Landschaftsarchitekt, Johann Blochinger vom Bezirk Niederbayern, Josef Hoppler, 2. Burgermeister Waldk., Dr. Bezath Unel, Vors. Forderung Kultur- & Sportstattenbau Waldk., Roland Kurzbeck, OBAG - Bayernwerk Netz, Helmut Peter, Burgermeister Grafenau, Dr. Pankratz Freiherr von Freyberg, Intendant der Europaischen Wochen Passau, Fr. Brandstatter, Referentin der Europaischen Wochen Passau, Franz Blach, pro-paganda mediendesign, Silvia , pro-paganda mediendesign, Gerhard Kalberer, MultiMedia Genossenschaft e.G., von der USG: Jurgen Pawlitschko, Daniela Schamp und Andreas Dittlmann

Die Jury einigte sich darauf, dass die Vorstandschaft der USG einen neuen Namen fur Ihr Projekt festlegen soll, welcher die Bedeutung fur den gesamten Landkreis in einem Wort wiederspiegeln soll. Innerhalb der nachsten zwei Wochen wird die Entscheidung hier fallen.

Am 1. Juli 2000 war es soweit: In der Neuwahl der Vorstandschaft wurde Richard Friedrich aus Grafenau zum Vorsitzenden gewählt, Stellvertreterinnen wurden Sonja Langhans und Daniela Schamp. Jürgen Pawlitschko wurde Schriftführer. Die neu gewählte Vorstandschaft erarbeitete in ihrer ersten Zusammenkunft den neuen Namen des Jugendkulturprojektes: “Der Name soll erahnen lassen, um was es geht!”, so Sonja Langhans.

Das Konzept der bisherigen "festspiele WOODCHURCH 2000" war dabei in der vorliegenden Fassung nicht mehr als Grundlage brauchbar. Denn die in der Vergangenheit von verschiedenen Seiten geäusserte Kritik richtete sich nicht nur auf den Projektnamen, sondern vor allem um konzeptionelle Inhalte. Die Vorstandschaft überarbeitete daher das Konzept und gab dem neuen Projekt den Namen "woodART - lebenskunst im bayerischen wald". Andreas Dittlmann bekam die Aufgabe, eine Jahresplanung 2001 zu erstellen und mit der Sponsoring-Aquisation zu beginnen.

Ausserdem startete man mit einem weiteren Projekt: Die "Jungen Stadtführer FRG" wurden wiederbelebt... "Die touristischen Attraktivitäten sind da nicht das Wichtigste für die Besucher" - Den Leuten soll eine Führung durch die Stadt und das Umland Spass machen! Mit diesem Leitspruch gingen fünf Grafenauer, Hansi Braumandl, Michael Ascher, Verena Bogner, Phillip Bogner und Richard Friedrich das erste Mal auf Stadterkundung. Dass es da noch eine Menge zu lernen gibt, sind sie sich klar: "ich hoffe, dass meine rhetorischen Fähigkeiten reichen werden - dazulernen tu ich sicher viel dabei...", sagt Verena Bogner. Die fünf jungen Leute sind die erste Gruppe "Junge Stadtführer" in Grafenau, welches eine Ausbildung hierfür beginnen. "Jugendlichen eine Perspektive geben, sie ermutigen, Selbstbewusst die Heimat zu vertreten sind Gründe, warum sich der USG-Jugendkulturverband FRG e.V. diesem Themenbereich Geschichte so sehr widmet. "Stolz kann man erst auf etwas sein, wenn man es in seiner ursprünglichen Form kennt", so Andreas Dittlmann.

Die Jungen Stadtführer sind ein Mosaikstein im Aufgabenfeld der kulturellen Bildungsarbeit unseres Verbandes. Tradition und Neues zu verbinden hat damit einen besonderen Stellenwert eingenommen. "...und vielleicht kommen dann irgendwann nicht mehr nur die Touristen zu uns, sondern unsere Jugendlichen selbst wieder - verbunden mit der Heimat, aber auch offen für die Welt..."

Für woodART im Jahr 2000 einigte man sich im Vorstand auf die Durchführung des Französischen Tages in Grafenau und des "Flair am See" am neuen Kurpark in Waldkirchen. Man hatte die Konzepte für die beiden Veranstaltungen bereits fertig, die Organisation war am laufen und aus Werbezweck-Gründen für woodART wollte man diese zwei Sachen machen... Eine teuere Werbekampagne war es schon... Nur 60 Zuschauer kamen zur Aufführung von "Edith Piaf" am Französischen Tag am Stadtplatz in Grafenau. "Flair am See" musste am Tag der Veranstaltung wegen Regen abgesagt werden.

"Wir haben aber viel aus den beiden Projekten gelernt!" war die einhellige Meinung des Teams. Wir wissen jetzt wieder mehr und können die Fehler für kommendes Jahr viel besser einschätzen. Die Planungen sind im laufen... Die Vorhaben werden momentan gerade mit allen Partnern abgeklärt und man blickt zuversichtlich auf woodART - lebenskunst im bayerischen wald.

leider haben wir seit 2000 nicht mehr geschafft an der geschichte weiterzuschreiben... alle aktuellen infos finden sie aber auf unserer homepage... viel spass beim durchschaun!