Durch die Zunahme von Medien, Mobilität und privater
sowie beruflicher Vernetzung hat Niederbayern in den letzten
20 Jahren eine rasante Veränderung erlebt. Die kulturelle
Vielfalt der im Dreiländereck lebenden Menschen wird
in den kommenden Jahren noch deutlicher werden. Für
die nachwachsende Generation bedeutet dies, mehr interkulturelle
Kompetenz entwickeln zu müssen.
In Form von Kunstworkshops, Theaterakademien, Musikwerkstätten
wurden zusammen mit verschiedenen Künstlern, Musikern,
Schulen und Kultureinrichtungen "interkulturelle"
Situationen inszeniert. Das Internetportal "bsmparty.de"
beispielsweise bringt Jugendliche aus der ganzen Gegend
miteinander in Kontakt und sorgt für Bewegung und
Dialog. Zusammengehörigkeit wird hier mittlerweile
groß geschrieben.
All das ist lebende Bildungsarbeit, die auf der Basis
emotionaler Ausdrucksformen stattfindet und somit die
Räume, die zwischen den unterschiedlichen Kulturen
bestehen, gestaltet.
Dieser Aspekt fand bisher
kaum Beachtung in Wissenschaft und Forschung, sowie in
weiten Teilen der Praxisfelder. Genau aus diesem Grunde
findet in diesem Jahr die STIFTER-Fachtagung 2006 im Leopoldinum
statt.
Diese steht unter dem Thema
"Interkulturelle Regionalentwicklung durch kulturelle
Bildung" und bildet den Abschluss des bereits seit
zwei Jahren laufenden INTERREG-Projekts "junge impulse
für die d-cz region", dessen Ziel es war, die
interkulturellen Kompetenzen von Jugendlichen und jungen
Erwachsenen aus der deutsch-tschechischen Grenzregion
durch verschiedene kulturelle Maßnahmen zu fördern.