Von: USG-jugendkulturverband FRG e.V. [info@usg-online.de]
Gesendet: Mittwoch, 25. Juli 2001 22:15
An: news@usg-online.de
Betreff: usg - news 5/2001 - lebenskunst im bayerischen wald/böhmerwald
USG - NEWS  5/2001
EXPO-KUNSTKUBEN: ERÖFFNUNG am 21.September 2001 www.kultur-beta.de
 
Endlich steht der Termin für die Eröffnung fest! Die beiden im vergangenen Jahr von der EXPO 2000 Hannover für eine kulturpädagogische Nachnutzung überlassenen und mit Unterstützung der Stadt Freyung, der Firma Häring - service company...  in den Bayerischen Wald gebrachten beiden 7-Tonnen-Pavillons werden im August am Langstadlareal aufgebaut.Die Eröffnung findet am 21. September 2001 um 14:00 Uhr mit mehreren Veranstaltungen unter dem Titel "KULTUR_BETA 20.01" statt: (vorläufiges Programm)
OPEN AIR / LANGSTADL
"Unser Radio" - allen voran mit DeeJay Gallileo veranstaltet einen DJ-Contest
KUBUS I
"Medieninstallation" mit regionalen und internationalen Medienkünstlern (werden noch bekanntgegeben)
LANGSTADL (Freitag-Sonntag)
"Lan-Party" - vernetzte Computerspiele mit bis jetzt schon über 100 Teilnehmern
LANGSTADL / Jugendzentrum XIANDU
"Medienmesse" der Multimediagenossenschaft mit Vorträgen, Diskussionen, Lernsoftware...
LANGSTADL
"Internationales Natur- & Tierfilmfestival" zeigt "Filme aus Tschechien"
"Pfingst Open Air Passau" zeigt "Filme aus den drei Ländern"
KUBUS II
das Kinder- & Jugendmuseum München wird EXPO-Kinderinteraktionsausstellungen wiederholt aufbauen (angefragt)
Ausstellung mit H. Muckenschnabel (angefragt)
 
die beiden 5x5 Meter großen Ausstellungswürfel werden nach der Eröffnung als Ausstellungs-, Musikprobe-, Kinderworkshop- und Veranstaltungsräume weitergenutzt und steht für externe Veranstalter zur Verfügung.
 
FLAIR AM SEE 2001 - EIN UNVERGESSLICHER TAG FÜR ALLE KLEINEN UND GROßEN BESUCHER... *g* www.flairamsee.de
 
Ein super Samstagnachmittag mit wunderschönem Wetter und das Programm des Jugendkulturverbandes USG unter dem Motto "Flair am See". Mit Spaß und Spiel für die Kleinen sowie Biergarten-Atmosphäre und Live-Musik für alle anderen war für jeden etwas geboten.

Um 15 Uhr ging`s los. Die Waldkirchner Künstlerin Reinhilde Schreiber bot mit ihrem Kunst-Workshop Kindern die Möglichkeit, ihre Kreativität einmal so richtig auszuleben. Mit Pinseln (oder den Händen) und Aquarell-Papier ausgerüstet, malten die Kleinen mit Wasser aus dem See bunt-schillernde Fische oder andere Fantasie-Bilder. Wer sein Meisterwerk nicht unbedingt mit nach Hause nehmen wollte, kann es ab 12. Juli im Haus der Natur und Kunst im Rahmen der nächsten Ausstellung - die das Motto "Wasser" hat - wiederfinden.
Wer von den Kleinen keine Lust hatte, selbst zu malen, konnte das anderen überlassen. Denn auf dem Kurplatz war "Kinderschminken" angesagt. Hier durfte sich jeder entscheiden, ob er nun wie ein Dalmatiner, ein Tiger oder eine Fee geschminkt werden wollte.
Beate Seidel vom Landesbund für Vogelschutz lud die Kinder dazu ein, die Natur besser kennenzulernen. Auf der Natur-Entdeckungsreise beantwortete sie je nach Alterstufe und Wissensstand Fragen zu Pflanzen und Tieren, die gemeinsam gesucht wurden. Der Höhepunkt dieser Wanderung war ohne Zweifel die Salzernte. Was die berühmten Schildbürger konnten, kann der USG- Verband schon lange, dachten sich Andreas Dittlmann und seine Mitstreiter. Sie verwandelten Brennnesseln kurzerhand in Salz. "Damit wollen wir den Goldenen Steig wiederbeleben und Waldkirchen zu einer neuen Blütezeit verhelfen", erzählte Organisator Andreas Dittlmann grinsend.
Parallel zum Kinder-Programm war auch für die Erwachsenen einiges geboten. So zeigte der Waldkirchner Fotograf Franz Hintermann seine "Kuriositäten- Ausstellung" mit Fotos, die in und um Waldkirchen aufgenommen worden sind. Zum Beispiel stach auf einem Foto ein Wahlplakat in einer Metzgerei erst auf den zweiten Blick aus den Angeboten des Tages heraus. Die schönsten Eindrücke vom "Flair am See" hielt Sindy Kramer auf Fotos fest, die anschließend an einer langen Wäscheleine zu bewundern waren.
Das Restaurant am See versorgte Durstige mit kühlen Getränken, das Team von Kai's Bistro verwöhnte mit leckeren Cocktails. So konnte man das herrliche windstille Wetter so richtig genießen und "Jahn und Hermenau" zuhören. Dieses Jazz-Duo besteht aus Andrea Hermenau aus Holzkirchen und dem Waldkirchner Thomas Jahn. Die Beiden unterhielten am Piano und am Fender Rhodes (einer Art Orgel) die Zuhörer mit beschwingter Musik. Einige badende ungewünschte Seebesucher fühlten sich allerdings durch die Musik gestört und pöbelten die Beiden an, worauf sie enttäuscht ihr Konzert beendeten.
Anschließend ab 19 Uhr spielte Armin Müllers Müllband und sein Projekt "Schinderwies production". Hier bekam man entspannende selbstgeschriebene Songs zu hören - oder wie die Band es selbst nennt, "chilliges".
Ab 21 Uhr klang dann der Abend mit den "Kellerkindern" aus Vilshofen aus. So war es zumindest gedacht. Aber ab halb zehn Uhr platzte dann eine 150köpfige Hochzeitsgesellschaft mit Musik-Band - die aus dem Restaurant am See kam - in die Runde der rund noch 120 "Flair"-Besucher. Die Folge war, dass auf dem Kurplatz beim Pavillon zwei Bands miteinander konkurrierten, bis die "Kellerkinder" schließlich dem Brautpaar alles gute wünschten und sich schmunzelnd über den Zwischenfall eine Pause gönnten.
Erst als die enttäuschten "Flair am See" - Besucher die andere Band auspfiffen, verzogen sich die ungebetenen Gäste. Siegfried Müller, der geschäftsleitende Beamte der Stadt Waldkirchen, erlaubte, dass die Veranstaltung, die eigentlich nur bis 22.30 Uhr dauern sollte, wegen des Zwischenfalls bis 24 Uhr verlängert wird. So hatten die drei "Kellerkinder"-Gitarristen Ernst Fengler, Peter Moser und Elmar Sammer doch noch die Möglichkeit, ihr Repertoire aus Selbstkomponiertem, Pop, Swing und Country zu beenden und den verbliebenen Gästen einen unvergesslichen und romantischen Abend zu bescheren.

Trotz der wenigen Besucher war Organisator Andreas Dittlmann nicht enttäuscht. Auch Siegfried Müller und Stadtrat Werner Eigenschenk waren mit dem Ablauf und der Organisation sehr zufrieden und von dem Konzept der Veranstaltung überzeugt. "Unser Ziel war nicht, bei "Flair am See" massenhaft Menschen anzulocken, sondern eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. 
Gerade Jazz, Blues sind musikalische Richtungen bei denen wir uns bereits im Vorfeld im Klaren darüber waren, dass diese nicht massenhaft Besucher anziehen werden. Da müsste schon Schaumparty oder die anderen fast schon kommerziellen Konzepte auf der Tagesordnung stehen.
Wir wollten den Familien und Einheimischen eine Alternative hierzu bieten - und uns ist dies mit Unterstützung des Fonds Soziokultur, von Jugend für Europa, des Kulturfonds Bayern und den Sponsoren vor Ort in vollem Umfange gelungen!  
IN EIGENER SACHE:
In einer Nachbesprechung konnten wir sehr positive Kritik von den Besuchern verbuchen! Wir werden an unserem Grundkonzept für "flair am see" festhalten und im kommenden Sommer eine Neuauflage durchführen - evtl. mit afrikanischen Musikgruppen...
 
 
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